Die letzte Hürde für das wohl finale Ende des Flugbetriebes in Tegel ist genommen. Nach einem Beschluss des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft FBB wurde bereits am 29. April beim Luftfahrtbundesamt ein Antrag auf eine zeitweilige Befreiung von der Betriebspflicht in Tegel gestellt – und am Mittwoch, 20. Mai einigten sich die Gesellschafter dann auf den Schließungstermin 15. Juni. Die Meldung macht bundesweit die Runde (und schafft es bis in die ARD-Tagesschau), im Tagesspiegel-Leitartikel kommentiert Gerd Appenzeller den „Final Call“ so: „Verlust? Fehler? Chaos? Das TXL-Aus war unvermeidlich. Bei aller Nostalgie: Es ist richtig, den Flughafen Tegel zu schließen. Die Coronakrise beschleunigt nur, was seit 2006 besiegelt war (…) All denen, die jetzt so tun, als sei die vorübergehende und dann demnächst endgültige Schließung von Tegel so etwas wie ein Verrat an den Berlinern, muss man einfach in Erinnerung rufen: Rechtssicherheit ist eine Basis der Demokratie. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig aus dem Frühjahr 2006 hat genau diese Rechtssicherheit geschaffen.“